2.5.2012

Früh übt sich, wer ein guter Schwimmer werden will!

Unter dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“ verbrachten unsere fünf jüngsten Freilandschüler Ende April vier durchgehende Schwimmtage im Sole-Felsen-Bad in Gmünd.
Im Interesse von Unfallverhütung, aber auch von umfassender Bewegungserziehung ist es ein Lernziel unserer Schule, dass schon die jüngsten Kinder gut schwimmen lernen.
Ingrid Wagner, unsere Schulleiterin, meint dazu: „Lernen ist besonders dann erfolgreich und motivierend, wenn man an einer Sache wirklich dranbleiben kann. Weil das auch für´s Schwimmen gilt, haben wir in der Vergangenheit immer Projektwochen nach Loipersdorf durchgeführt. Da es aber nun mit dem Sole-Felsen-Bad eine Gelegenheit ganz in unserer Nähe gibt und wir mit der Unternehmensleitung eine gute Lösung für unsere Schule finden konnten, haben wir die Schwimmwoche heuer erstmals in Gmünd abgehalten.“
Der Erfolg gibt dem Versuch recht. Andreas, Christina, Jara, Magdalena und Raphael genossen die Tage im Wasser, freuten sich über ihre großen Fortschritte und waren am Ende der Woche voller Stolz über ihre erfolgreich erworbenen Schwimmabzeichen.


30.4.2012

Malen mit den Farben der Erde

„Unser Werk soll zeigen, dass alles Leben einen Grund braucht, auf dem es wachsen, werden, entstehen kann. Egal, ob Mineral, Pflanze, Tier oder Mensch: Alles braucht Boden.“ So beginnt der Begleittext unserer neun 10- bis 15-jährigen Freilandschüler zu ihrem gleichnamigen Gemeinschaftsbild „Alles braucht Boden“.
In rund dreiwöchiger Projektarbeit schufen sie ein Bild  für den Malwettbewerb von SONDAR, einem grenzüberschreitenden Bodenschutznetzwerk im Donauraum, das auch die Nachbarländer Slowakei, Ungarn und Tschechien miteinbindet.

Doris Becherer, unsere Projektleiterin, freut sich mit den Schülern über diese besondere Gelegenheit zum kreativen Ausdruck: „Die ersten 100 angemeldeten Bildungseinrichtungen aus der Slowakei, Ungarn und Niederösterreich werden jedes Jahr zur Teilnahme eingeladen. Die besten Bilder werden dann Teil einer internationalen Ausstellung und Botschafter für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Boden.“
Für die Arbeit selbst wurde ein Malkasten zur Verfügung gestellt, der aus 17 Gläsern mit natürlichen Farben und zwei Strukturmaterialien bestand, die aus niederösterreichischen, slowakischen und ungarischen Böden gewonnen wurden.
Um die kreative Umsetzung mit Erdfarben und Naturmaterialien nicht einzuschränken, gab es keine Vorgaben über anzuwendende Techniken. Nicht erwünscht waren jedoch alle industriellen Farben sowie Kleber und nur natürliche Malunterlagen wie Leinwand, Baumrinde oder Holz waren erlaubt. Also arbeiteten unsere neun jungen Künstler mit Holzstückchen, Fingern und selbstgebastelten Pinseln auf einer Holplatte. Sie klebten Rinde, Gräser und Steine mit Caseinleim auf, druckten, ritzten  und schufen weitere rein pflanzliche Farben aus Rotkraut, Curry, Heidelbeeren, Löwenzahn und Roter Rübe. Groß war die Überraschung der Kinder, mit welch einfachen Naturmitteln man harmonische Farben herstellen und wie spannend und interessant das Malen und Experimentieren damit sein kann.
Zur Bildidee selbst erklärt unsere vierzehnjährige Veronika: „Im Inneren unseres Werkes liegt das Feste und Dunkle, das sich nach und nach wandelt. Dadurch wird es immer heller, feiner und reifer. Wir haben unter anderem auch versucht, die Wechselbeziehung der Elemente zur Erde darzustellen. Der Hai und die Fische symbolisieren das Wasser, die Vögel repräsentieren die Luft und die Sonne das Feuer, das den Boden durch Licht und Wärme nährt.“

Der weitere Verlauf des Wettbewerbs, für den am 20. April Abgabeschluss war, sieht ein zweistufiges Bewertungsverfahren vor. Dieses beinhaltet ein Online-Voting sowie eine Begutachtung der Werke von einer professionellen Fachjury. Die Preisverleihung für die niederösterreichischen Teilnehmer wird im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung am 31. Mai 2012 in St. Pölten stattfinden.
Natürlich hoffen unsere jungen Künstler, dass ihr Erdfarbenbild viele Fans findet und freuen sich über jede Stimme, die sie beim Internet-Voting bekommen.
Also bitte vom 3. bis 14. Mai reinschauen in die Gallerie und voten unter www.sondar.eu.


30.3.2012

Es grünt so grün...
... wenn die Vorziehsaison begonnen hat

Es ist uns ein Bedürfnis, unsere Pflanzen – soweit wie möglich - selbst aus den eigenen Samen zu ziehen. Aus diesem Grund hat die Vorziehsaison, die heuer am 2. März mit dem Zwiebel begonnen wurde, jedes Jahr besondere Bedeutung für uns und den Verlauf des weiteren Gemüse- und Kräuterjahres.
Mittlerweile hat Petra, die sich für diesen Bereich verantwortlich fühlt, bereits 54 Platten Zwiebel vom Vorziehraum in unser Gewächshaus auf dem Gemüsefeld übersiedelt. (1 Platte Zwiebel oder Knoblauch umfasst 150 Töpfe mit je 2 cm Durchmesser.)
Dadurch wurde wieder Platz für die nächsten Kandidaten – nämlich die neun Platten Knoblauch sowie die Tomaten, die in größeren Töpfen zu 9x9 cm vorgezogen werden. Davon durften heute bereits alle 16 Kisten zu je 24 Stück gemeinsam mit den Zitrusfrüchten ins Gewächshaus umziehen, wo sie bis zum endgültigen Einpflanzen weiter heranwachsen.
Zur Zeit beherbergt der Vorziehraum sieben verschiedene Paprikasorten, Chilli & Co sowie Zeller und Melanzani, ebenfalls bekannt als Auberginen. Auch Salat- und Essiggurken, Broccoli, Gemüsefenchel sowie Salate aller Art, einjährige Kräuter, Honig- und Wassermelonen haben ihre kleinen Triebe schon prächtig entwickelt.
Zum Abschluss stehen dann noch Karfiol, Kohlrabi, Kohlsprossen, Weiß- und Rotkraut auf dem Vorziehplan, der ohne Petras ausgeklügeltem Pflanzenmanagement undurchführbar wäre.
In diesem Sinne sehen wir auch heuer wieder einer fruchtbringenden Gemüse- und Kräuterernte mit Vorfreude und Zuversicht entgegen.


26.3.2012

Frühlingsfest im PAN-Projekt

Der 25.3.2012, ein wunderschöner Sonntag, war für alle Mitglieder der PAN-Gemeinschaft sowie einige besondere Freunde und Gäste der richtige Zeitpunkt, den Frühling entsprechend zu begrüßen. Und wie wäre das besser möglich gewesen als mit einem gemeinsamen Festtag, der obendrein noch zehn Märzgeburtstagskinder der Gemeinschaft gleich mitgefeiert hat.
Trotz der Zeitumstellung kamen alle „PANs“, die nicht durch Kleinkinder oder Stalltätigkeiten gebunden waren, aus den Federn und fanden sich um 8.00 Uhr zu einer halben Stunde Morgen-Qi Gong im Achteck ein. Im Anschluss an unser Morgengebet folgte ein ausgedehntes, gemütliches Frühstück, das uns für die vielen Highlights der kommenden Stunden bestens stärkte.

So begann das „offizielle“ Programm dann nach Eintreffen unserer Gäste um 10.30 Uhr mit dem Überraschungstheater „Die Omama im Apfelbaum“, das bei uns im Haus erstmals vor 15 Jahren – natürlich mit komplett anderer Besetzung – „uraufgeführt“ wurde. Diesmal waren unsere 6- bis 10-jährigen Palettis „live on stage“ und ernteten, unterstützt von den Werkschülerinnen Anna-Maria, Sahra und Anja, tosenden Applaus.
Nach einem Geburtstagslied der besonderen Art, das unsere Pioniere für Elisabeth geschrieben haben und mit dem sie jedes Jahr auf´s Neue unsere Herzen berühren, ging´s westernmäßig weiter mit einer Einlage der Line-Dance-Gruppe.
Besondere Begeisterungsstürme gab es bei der darauffolgenden Überraschungsmodeschau, wo unsere „Originalmodelle“ mit einer kleinen Auswahl der zahllosen textilen Werkstücke unserer Elisabeth über den PAN-Laufsteg defilierten. So viel Kreativität auf einmal in so vielen Stücken – und jedes davon im wahrsten Sinn des Wortes „auf den Leib geschneidert“! Nach dem Mittagessen einschließlich Torten und den – von Michael-Johannes – für die jüngeren Geburtstagskinder gedichteten Liedern folgte ein gemeinsamer Spaziergang auf´s Gemüsefeld, dem „Reich“ unserer Petra. Dort wollten wir den Frühling und mit ihm das kommende Landbaujahr so richtig gemeinschaftlich willkommen heißen, was auf unsere besondere PAN-Weise wohl auch gelungen ist.
Zurück von Sonne und Natur fanden wir uns um 16.00 Uhr im Wohnzimmer zu einem vielfältigen Konzert unserer Kinder und Jugendlichen ein. Bei den insgesamt zwölf Stücken gab es neben Klassischem und Schwungvollem auf dem Klavier auch Darbietungen mit Kontrabass, Blockflöte, Trompete, Posaune, Pan- sowie Querflöte, Gitarre und Gesang. Das gemeinsame Abendessen im Anschluss ließ dann den Tag gemütlich ausklingen, der uns allen viel Freude und in der Abwechslung zwischen inneren und äußeren Augenblicken so manch wirklich seelisch bewegenden Moment geschenkt hat.
Wir hoffen, dass dieser besondere Sonntag bereits ein Vorgeschmack auf das kommende Osterfest war.